Andreas Hoffmann und Stephan Christ besuchen MoVeBS und Bürgerinitiative ProZu(g)kunft – vorläufige Wirtschaftlichkeit positiv
Braunschweig, 03.07.2026 – Der Braunschweiger Landtagsabgeordnete Dr. Andreas Hoffmann und Stephan Christ, Sprecher für Mobilität und Verkehr der Grünen-Landtagsfraktion Niedersachsen, haben sich mit der Bürgerinitiative ProZu(g)kunft zur Reaktivierung der Bahnstrecke Braunschweig–Harvesse ausgetauscht.
Für den sogenannten Spargelexpress gibt es weiter Rückenwind: Die Strecke wird bereits für den Güterverkehr genutzt, ist vom Land Niedersachsen als prioritäre Reaktivierungsstrecke eingeordnet und wird derzeit fachlich weiter bewertet. Eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsuntersuchung liegt bereits mit positivem Ergebnis vor. Weil es sich um öffentlichen Nahverkehr handelt, kann das Land die Reaktivierung zudem finanziell unterstützen.
Dr. Andreas Hoffmann erklärt:
„Der Spargelexpress ist längst mehr als eine gute Idee der Bürgerinitiative. Die Strecke ist da, das Land hat das Projekt priorisiert, die vorläufige Wirtschaftlichkeit ist positiv und beim öffentlichen Nahverkehr steht auch eine Landesförderung im Raum. Jetzt braucht es auch in Braunschweig den politischen und administrativen Willen, diese Chance wirklich zu nutzen.
Für die Menschen im Braunschweiger Norden und in Wendeburg geht es um eine verlässliche Verbindung in die Stadt, um eine echte Alternative zum Auto und um weniger Verkehr auf belasteten Straßen. Wer in Harvesse, Wendeburg, Völkenrode oder Watenbüttel wohnt, soll künftig nicht selbstverständlich auf das Auto angewiesen sein, um gut nach Braunschweig zu kommen. Der Spargelexpress kann Pendler*innen entlasten, die Region besser verbinden und Klimaschutz im Alltag konkret machen.“
Kritik übt Hoffmann an der bisherigen Haltung der Braunschweiger Verwaltungsspitze. Die Bürgerinitiative berichtet seit Längerem von Bedenken aus der Verwaltung, unter anderem mit Blick auf mögliche Auswirkungen an Bahnübergängen. Für Hoffmann darf daraus keine Verzögerungstaktik werden.
„Natürlich müssen technische Fragen sauber geprüft werden. Aber einzelne Bedenken dürfen nicht zum Vorwand werden, ein wichtiges Zukunftsprojekt jahrelang in der Warteschleife zu halten. Gerade beim Spargelexpress muss die Verwaltung jetzt lösungsorientiert arbeiten: nicht zuerst danach suchen, warum es schwierig wird, sondern Wege aufzeigen, wie diese Verbindung möglich gemacht werden kann.
Wenn das Land die Reaktivierung grundsätzlich unterstützt und auch eine finanzielle Beteiligung möglich ist, darf der Spargelexpress nicht an mangelndem Gestaltungswillen in der Braunschweiger Verwaltungsspitze scheitern. Ich erwarte, dass Bedenken transparent gemacht und gemeinsam mit Regionalverband und Bürgerinitiative lösungsorientiert bearbeitet werden. Die Menschen in Wendeburg und im Braunschweiger Norden warten seit vielen Jahren auf diese Verbindung. Diese Erwartung verdient mehr Tempo und mehr Unterstützung.“
Hoffmann und Christ wollen den weiteren Prozess eng begleiten und sich auf Landesebene weiter für die Reaktivierung stark machen. Entscheidend sei nun, dass die laufende Bewertung zügig vorankommt und alle Beteiligten vor Ort an einem Strang ziehen.
„Der Spargelexpress wäre ein Gewinn für die ganze Region“, so Hoffmann. „Jetzt darf Braunschweig nicht bremsen, sondern muss gemeinsam mit Land, Regionalverband und Bürgerinitiative an der Umsetzung arbeiten.“

