Fußball und Rechtsextremismus?

Fußball und Rechtsextremismus?

⚽ Fußball steht für Emotionen, Tränen, Freudentaumel – wird aber auch immer wieder mit Rechtsextremismus und gewalttätigen Vorfällen in Verbindung gebracht. Wie ist die aktuelle Situation wirklich? Darüber haben MdL Marie Kollenrott sowie die Ratsleute Leonore Köhler und Felix Bach uns mit Eintracht Braunschweigs Präsidentin Nicole Kumpis ausgetauscht.

Die einzige Frau an der Spitze eines Profi-Vereins

Nicole Kumpis ist die einzige Frau an der Spitze eines Profi-Fußballvereins. Sie ist ein echter Eintracht-Fan und steht schon seit Kindestagen im Fanblock, durch viel Engagement bei Eintracht hat sie es ohne jede Quote an die Spitze des Profi-Liga Vereins geschafft. Das reicht natürlich nicht, denn Nicole ist auch im Bereich Soziales hoch aktiv und die aktuelle DRK Vorständin. Eine absolute beeindruckende Persönlichkeit. Im Gespräch mit ihr haben wir sehr viel zur Arbeit von Eintracht erfahren & vor welchen Herausforderungen der Verein steht. Rechtsextremismus ist in ganz Braunschweig ein Problem und macht auch vor dem Stadion nicht Halt. Eintracht versucht hier rigoros durchzugreifen, damit stadtbekannte Rechtsextreme das Stadion erst gar nicht betreten können. Denn so viel ist klar bei Nicole Kumpis, die selbst seit Kindestagen in der Fankurve steht, haben Rechtsextremismus und Rassismus sowie Sexismus und Gewalt keinen Platz im Stadion! Alle, egal welchen Alters oder Geschlechts, sollen sich im Stadion wohlfühlen!

Prävention über Fanprojekte

Damit das gelingt, gibt es auch das Fanprojekt Braunschweig. Dieses hat die Aufgabe Prävention gegen Rechts, Gewalt oder Sexismus im Fußball durch Projekte und Fanarbeit voranzubringen. Fanarbeit insbesondere mit der sogenannte Ultra-Szene ist nicht immer leicht, aber unabdingbar, um eine gewaltfreie Atmosphäre ohne Angst für alle zu schaffen.

Zusammenarbeit mit der Polizei

Genauso notwendig für das Gelingen eines Spieltags, ist die gute Zusammenarbeit mit der Polizei. Im Stadion ist der Verein bzw. der beauftragte Sicherheitsdienst für die Sicherheit zuständig, außerhalb des Stadions ist es die Polizei. Die Polizei greift innerhalb des Stadions daher nur ein, wenn es zu Straftaten kommt. Natürlich ist die Polizei dennoch vor Ort, um das Geschehen genau zu überwachen und im Fall der Fälle schnell einsatzbereit zu sein. Die Polizei muss aber stets abwägen, wann ein Eingreifen wirklich notwendig ist und wann es nur zur Eskalation beitragen wurde. Vor jedem Spiel erfolgt eine gemeinsame Bewertung mit dem Verein zur Risikolage. Rechtsextremismus ist hier nur eine von vielen Problemen – klassischer Vandalismus und auch vermehrt Sexismus stellen Verein und Polizei hier vor immer neue Herausforderungen.

Reduzierung von Kosten bei hoher Sicherheit

Ein weiteres Spannungsfeld ist das Thema Kosten für Polizeieinsätze im Fußball. Hier werden verschiedene Modelle diskutiert. Wir als GRÜNE machen uns in unserem Landtagswahlprogramm für das Konzept der sogenannten „Stadionallianzen“ stark und wollen die Einführung des sogenannten „Bremer Modells“ ergebnisoffen prüfen, denn für uns müssen Sicherheit und finanzielle Entlastung der Gesellschaft zusammengedacht werden.

Danke an Nicole Kumpis und das Fanprojekt Braunschweig sowie die Polizei für den spannenden Austausch – für uns GRÜNE ist klar, auch die Politik muss eng mit dem Profi-Sport und der Polizei zusammenarbeiten, um die Leitplanken für ein friedliches Fußballfest für alle zu gestalten!

#eintracht#Grüne#Landtagswahlen#Fußball#Polizei

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